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Montag, 22. November 2010

Teilnehmertreffen in Dresden

Ein Wochenende des Wiedersehens und Kennenlernens, des Gedankenaustauschs, des Rückblicks und des Planens für die Zukunft.

Nachdem alle Teilnehmer das Hans und Sophie Scholl-Haus im Dresdener Vorort Papritz gefunden hatten, begann das Treffen mit einer kurzen Vorstellungsrunde am Freitagabend. Schnell entstand unter den Teilnehmern eine gewisse Verbundenheit durch die gemeinsamen oder doch zumindest ähnlichen Erfahrungen mit dem Bauorden. Es herrschte den ganzen Abend eine angenehm lockere Atmosphäre. Das „Mörder-Spiel“ heiterte das Ganze sehr auf, auch wenn es zu äußerstem Misstrauen gegenüber jeglicher freundlicher Geste zwang.



Noch etwas müde machten wir uns am Samstag nach dem gemeinschaftlichen Frühstück daran, noch produktiver zu werden als am Tag zuvor. In Gruppen überlegten wir uns ein symbolisches „Traumcamp“, und formulierten so unsere Wünsche für ein perfektes Camp. Danach machten wir uns gemeinsam Gedanken darüber, was verbessert werden kann, was nur wenig beeinflussbar ist und was essenziell dafür ist, ein Camp als „gelungen“ bezeichnen zu können.



Um das Ganze etwas aufzulockern, wurde danach eine Schnitzeljagd veranstaltet, bei der wir Gruppenweise nacheinander loszogen und an verschiedenen Stationen rund um das Haus Aufgaben lösten und sowohl mit Spaß als auch Ehrgeiz versuchten, mehr Punkte als die anderen Gruppen zu gewinnen. Später am Tage lauschten wir dem interessanten und emotionalen Vortrag von Agnes Daroczi, die uns von der Problematik der Roma in Ungarn berichtete. Der Bauorden konnte dieses Jahr Romafamilien helfen, die Opfer der Anschlagreihe aus 2009 geworden waren. Am Abend teilte sich die Gruppe, da ein Teil Dresden besuchen wollte, das an diesem Wochenende 20 Jahre Wiedervereinigung feierte. Leider war das Konzert schon zu Ende als wir ankamen, doch dank dem Besuch des Kneipenviertels und anregenden Gesprächen nach unserer Rückkehr wurde es dennoch ein schöner Abschlussabend.



Am Sonntagmorgen stand neben einigen Vorträgen zu Baucamps auch die Wahl der Teilnehmervertretung an, die aber nach den notwendigen Erklärungen zu deren Tätigkeit recht schnell über die Bühne ging. Gewählt wurden Björn Käs und Franziska Fischer, die beide - mit Freude und dem Versprechen, ihr Amt mit Engagement auszuführen - ihre Wahl annahmen.

Es war für mich persönlich eine sehr tolle und interessante Zeit, so viele engagierte Menschen auf einmal kennenzulernen und mit ihnen zusammen zu arbeiten. Wir hatten sehr viel Spaß und haben voneinander und miteinander gelernt. Auch die wichtigen Aspekte wie die Wahl der Vertretung haben wir gut und vor allem gemeinsam abgearbeitet.



Auch wenn das Teilnehmertreffen nicht unmittelbar hilft, ist es doch äußerst wichtig für den Bauorden. Und obwohl wir nicht auf der Baustelle gestanden, kam so eine Konstellation von Freiwilligen dem des Traumcamps doch sehr nahe.

Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder!


Jannis Graber

Montag, 9. November 2009

Albertas macht Werbung für Umweltschutz

Ein Jahr lang war Albertas Kutka aus Litauen Freiwilliger beim Bauorden und half in internationalen Gruppen auf zahlreichen Baucamps. Nach seiner Rückkehr wirkte er in einem Video-Clip mit, in dem für bewußteren Umgang mit der Umwelt geworben wird. Ein kleiner Junge im Panda-Kostüm weist gedankenlos handelnde Erwachsene auf ihr Fehlverhalten hin. Die fünf Spots sind witzig gemacht und überaus sehenswert. Im fünften Film wird Albertas streng belehrt, lieber einen Deoroller zu verwenden statt einer Spraydose. Wer die Streifen ansehen will, findet sie unter:
http://tadasvidmantas.lt/videos.html

Wir finden, das hat Albertas gut gemacht!

Albertas auf einem Baucamp in Ochtendung

Freitag, 10. Juli 2009

Mitmischen beim Tag der offenen Tür

Artikel aus der Rheinpfalz, 08.07.2009
(Zum Vergrößern Anklicken)










Mittwoch, 8. Oktober 2008

Von Abbrucharbeiten und einem Japanischen Garten in Polen

Vom 3. bis 24. August 2008 waren in diesem Jahr drei deutsche Freiwillige auf dem Baucamp in Wrocław. Dort arbeiteten sie zusammen mit Freiwilligen aus Belgien, den Niederlanden, Polen und Tschechien bei der Organisation TRATWA in einem Straßenbahndepot. Anna Vogel erzählt von ihrem Aufenthalt:

Das Baucamp in Wrocław war richtig schön. Ein ganz großes Lob gehört den Leuten vom dortigen TRATWA-Team. Ich möchte das Projekt sehr empfehlen und hoffe, dass der Internationale Bauorden auch weiterhin Freiwillige nach Polen senden kann. Wir sind mit den Abbrucharbeiten im ehemaligen Straßenbahndepot gut vorangekommen und hatten dabei viel Spaß. Dass die Unterkunft so nah am Stadtzentrum gelegen ist, hat uns für abendliche Vergnügungen besonders gefreut.

Die engagierten Leute von TRATWA haben sich wunderbar gekümmert, was unsere Freizeitaktivitäten anbelangt. Ich hatte es gar nicht so erwartet. Wären wir auf uns allein gestellt gewesen, hätten wir sicher nicht so viel erlebt. So hatten wir gleich zu Beginn eine interessante Stadtführung, eine freiwillige Polnischstunde, waren an den Wochenenden natürlich in Krakau, aber auch im Riesengebirge wandern, auf der Oder paddeln und haben das Panorama Racławicka, die Jahrhunderthalle und den Japanischen Garten gesehen :-)

Die Gruppe war wieder sehr schön bunt zusammengewürfelt. Besonders gut fand ich, dass dieses Jahr auch Mädchen aus Polen dabei waren. Die polnische Sprache besteht aus vielen Zungenbrechern, doch nach täglichem Üben konnten wir einige alltägliche Floskeln auch auf Polnisch. Die polnischen Speisen waren eine wahre Freude und so werden wir viele polnische Eigenheiten in sehr guter Erinnerung behalten.

Dienstag, 6. November 2007

Joseph Schmitt-Preis Verleihung

An einen historischen Ort, in das NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz, Gedenkstätte KZ Osthofen, lud der Internationale Bauorden zur Verleihung des „Joseph Schmitt-Preises“ ein. Zum zweiten Mal nach 2005 wurden Examensarbeiten aus den Bereichen Internationale Jugendarbeit, Internationale Freiwilligendienste, Jugendreisen sowie Jugend und Europa ausgezeichnet. IBO-Geschäftsführer Peter Runck freute sich über die große Zahl von 29 eingereichten Arbeiten und lobte deren insgesamt hohe Qualität. Der Preis ist nach dem 1998 verstorbenen Fuldaer Rechtsanwalt und Notar Joseph Schmitt benannt, der von 1954 an maßgeblicher Wegbereiter und -begleiter des Bauordens war.


Die Preisträger 2007 zusammen mit Dr. Dieter Schiffmann, Peter Runck, MdB Klaus Hagemann, Prof. Dr. Andreas Thimmel und Benedikt Widmaier.


Den diesjährigen „Joseph Schmitt-Preis“, der mit 1000 Euro dotiert ist, konnte Claudia Blatt aus den Händen von Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, in Empfang nehmen. In ihrer Arbeit „Reisen in der Jugendarbeit – Notwendigkeiten und Voraussetzungen einer interkulturellen Öffnung“ analysiert und diskutiert die Preisträgerin, die an der Carl von Ossietzky Universität ihr Examen in Interkultureller Pädagogik und Politikwissenschaften ablegte, den Zugang Jugendlicher mit Migrationshintergrund zu gemeinnützigen Jugendreisen und zeigt Strategien auf, wie Jugendverbände und Vereine für mehr Gerechtigkeit sorgen können. Damit traf Claudia Blatt nicht nur ein Ziel des Bauordens, nämlich die verstärkte Beteiligung benachteiligter Jugendlicher, sondern leistete auch einen wichtigen Beitrag zur Forschung im Bereich der Internationalen Jugendarbeit.



Den Förderpreis des „Joseph Schmitt-Preises“ teilten sich dies Jahr zwei Preisträger: Lars Weißbach, der an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München Sozialpädagogik studierte, erhielt ihn für seine Diplomarbeit „Rock ’n’ Roll versus Soziale Arbeit? Aspekte Interkultureller Jugendarbeit dargestellt am osteuropäischen Kulturaustausch“ und die Psychologin Celine Chang für ihre Dissertation am Institut für Psychologie der Universität Hildesheim zum Thema „Veränderungen von Selbstschemata im Kontext der Teilnahme an internationalen Workcamps“, in der die Jury einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit in Theorie und Praxis sah. Erstmals verliehen wurde ein Sonderpreis, den MdB Klaus Hagemann (SPD) stiftete und an Juliane Schicker für ihre Diplomarbeit „Klassenfahrten und interkulturelles Lernen“ überreichte.

Prof. Dr. Andreas Thimmel


In einem engagiert vorgetragenen Fachvortrag zum Thema „Internationale Jugendarbeit: Interkulturalität und Internationalität als Lern- und Bildungsprozess“ forderte Professor Andreas Thimmel von der Fachhochschule Köln mehr Engagement von Seiten der Politik für diesen Bereich ein. Benedikt Widmaier, Direktor der Akademie „Haus am Maiberg“, der ebenso wie Prof. Thimmel und IBO-Geschäftsführer Peter Runck zu den Juroren des „Joseph Schmitt-Preises“ zählte, gab einen Überblick der eingereichten Arbeiten. Er verwies auf die inzwischen nationale Bedeutung des „Joseph Schmitt-Preises“ und gratulierte dem Internationalen Bauorden für dessen Auslobung. Mit zur Preisverleihung nach Osthofen gekommen waren die Teilnehmer an den diesjährigen Baucamps des Internationalen Bauordens, die sich am vergangenen Wochenende in Worms über ihre Erfahrungen ausgetauscht hatten.