Lieber Bauorden,
ich schreibe
Euch kurz von meinem Baucamp in Tirgu Mures, Rumänien im April. Vielen lieben
Dank zunächst für die gute Organisation, dass ich noch dazukommen durfte auch
wenn nicht so viele Plätze im Voraus vorgesehen waren. Es war auch dieses Jahr
wieder eine sehr besondere und schöne Erfahrung, die ich mit dem Bauorden machen
durfte. Eine wunderschöne Möglichkeit Rumänien, das Land, die Menschen, die
Kultur kennen lernen zu dürfen und so viel neues zu lernen bei diesem
Baueinsatz, vom Mauern bis zum Ringbalken gießen. Es hat unglaublich viel Spaß
gemacht und ich bin schon auf den nächsten Bauordenseinsatz gespannt und hoffe
bald wieder bei einem von euren Projekten dabei sein zu können . Gerne komm ich
auch mal zum nächsten Treffen, wenn nochmal eins in Berlin stattfinden sollte.
Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Woche und vor allem einen schönen Sommer
mit vielen schönen erfolgreichen Baucamps.
Freitag, 16. Mai 2014
Donnerstag, 24. April 2014
Zwischenbericht Baucamp Tirgu Mures
Zehn Freiwillige aus Österreich, Deutschland und den
Niederlanden packen vom 13. bis 26 April im rumänischen Tirgu Mures an und
unterstützen eine franziskanische Gemeinschaft. Dazu ein kurzer Zwischenbericht
des Bauleiters, Architekt Wilfried Stummer:
Lieber Bauorden !
Eine Woche ist bereits vorbei und ich kann Dir voll Freude
berichten, dass wir gut nach Rumänien gekommen sind und einge gute Gruppe sind,
ie mit vel Einsatz und spaß zusammenarbeitet. Wir haben schon viel
Abbrucharbeiten geleistet und auch schon einiges wieder aufgebaut haben. Vom
"Glashaus" sind wir noch weit entfernt. Bis jetzt haben wir nach den
Abbrucharbeiten fleißig betoniert und gemauert. Am Montag werden wir auf dem
errichteten bzw. ausgebesserten Mauerwerk einen Betonkranz aufbetonieren und
dann Mitte der kommenden Woche den Dachstuhl aufsetzen und hoffentlich auch
noch das Dach decken können.
Das Projekt wird wahrscheinlich auch 2015 zwei weitere
Baueinsätze brauchen. Die Stimmung ist sehr gut und wir haben viel Spaß beim
Arbeiten. Morgen Samstag wollen wir eine Rundfahrt nach Medias, Biertan und Sigisoara (Schäßburg )
machen. Am Ostersonntag mit Pal Marika, der Leiterin des Studentenheimes das
Kinderheim der Organisation in Sovata besuchen und dann beim ehemaligen Projekt
in Reghin vorbeischauen.
Liebe Ostergrüße mit traditionellen Ostereiern, die
teilweise unsere Freiwilligen gestalteten.
Wilfried Stummer
Mittwoch, 20. November 2013
Integrative Schule in Klaipeda (Litauen)
In Svetliaciok im litauischen Klaipėda (Memel) gibt es immer Arbeit. Die integrative
Schule wurde auf Initiative von Eltern und Lehrern im Jahre 1991 gegründet. Es
gibt mittlerweile einige Zuschüsse der Kommune, die Eltern zahlen nach ihren Möglichkeiten
Schulgeld aber es fehlen die Finanzmittel für die notwendigen Bau- und
Reparaturarbeiten. Bereits seit 1999 helfen hier IBO-Gruppen bei der
Renovierung. Dieses Jahr wurde durch ein deutsch-italienisches Bauorden-Team
eine Kleiderkammer in einen zusätzlichen
Unterrichtsraum umgebaut. Die Kleiderkammer wird aufgelöst und der Platz
soll für die Betreuung der Kinder genutzt werden. Tamara Lochankina ist die
Direktorin der Schule.
Liebe Stina, Marcus und
Peter, hallo!
Der Sommer geht schon zu Ende, und unser Camp ist schon auch zu. Wir werden uns
wirklich sehr freuen, wenn dieses Team allerbeste Eindrücke über uns in ihren
Herzen erhalten würde, weil es wirklich uns sehr gut klappte. Das Team war
super: jung, freundlich, fleissig und schöpferisch. Seine Arbeitswille gab uns
Anregung, möglichst das allerbeste zu tun-- Essen, Freizeit, Transport... Viel
ist in der Schule gemacht, mehrere kreative Ideen sind noch lebendig und warten
auf ihre Erfüllung. Die Fotos lassen uns nach voller Verwirklichung geschickt
werden! Für nächstes Jahr hoffen wir
noch ein so perfektes Team zu empfangen und geben aller Mühe, keine Enttäuschung
von unserer Tätigkeit zu holen.
Best regards,
Tamara
Best regards,
Tamara
Ein Kindergarten in Duhsk (Albanien)
Der Kindergarten Kopeshti Shpresa
(Hoffnung) in Dushk existiert seit 2002 und ist Anlaufstelle für Kinder aus
armen Familien, die sich einen Kindergartenbesuch sonst nicht leisten könnte
sowie für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten. Das schon beinahe baufällige
Gebäude war schnell zu klein geworden.
In den letzten Jahren halfen IBO-Freiwillige, das Erdgeschoss zu renovieren und
beim Ausbau des ersten Stocks. Die Renovierungsarbeiten im Haus und die
Arbeiten im Garten gingen weiter um Platz für mehr Kinder zu schaffen. Neun
Helfer spendeten in Duhsk vom 18. August bis 1. September ihre Zeit und
Arbeitskraft. Elke Kaci ist Erzieherin und lebte bis vor einem Jahr in
Albanien. Sie hat den Kindergarten aufgebaut, der mittlerweile von einem
albanischen Verein betrieben wird. Elke Kaci und ihr aus Albanien stammender
Mann leiteten das Baucamp in Dushk.
Guten Tag und
Hallo!
Das Camp bei
uns in Duhsk ist vorbei. Wir hatten eine gute Zeit, ein super Team und haben alle
der geplanten Arbeiten erledigen können. Und wir sind gut wieder zurück in Deutschland.
Der Kindergarten hat auch schon wieder begonnen, in den neu renovierten Räumen.
Vielen Dank. Sehr gute und motivierte
Leute. ‚Fleißige und schaffige‘
junge Menschen. Wir haben Abbrucharbeiten durch geführt, einen Rasen angelegt, mit Lack und Wandfarbe gestrichen, einen alten Kanal freigelegt, eine Tür eingebaut, am Wassersystem gearbeitet und eine Zwischendecke eingezogen. Morgens wurden die anstehenden Arbeiten vorgestellt und jeder durfte wählen, wo er arbeiten wollte. Das hat gut geklappt. Es ist wieder mal mehr gemacht wurden, als ich zuvor gedacht habe.
junge Menschen. Wir haben Abbrucharbeiten durch geführt, einen Rasen angelegt, mit Lack und Wandfarbe gestrichen, einen alten Kanal freigelegt, eine Tür eingebaut, am Wassersystem gearbeitet und eine Zwischendecke eingezogen. Morgens wurden die anstehenden Arbeiten vorgestellt und jeder durfte wählen, wo er arbeiten wollte. Das hat gut geklappt. Es ist wieder mal mehr gemacht wurden, als ich zuvor gedacht habe.
In der
Freizeit waren wir an verschiedenen Stränden, haben die alte Stadt Berat
besucht, es gab einen Grillabend und wir haben Einheimische besucht. Wir haben zusammen viel erreicht und gesehen,
dass es viele kreative und fähige Menschen gibt, die richtig aus sich
herausgehen können, wenn man sie nur lässt. Wir waren mit dem Baucamp wieder
einmal sehr zufrieden.
Gruß Elke
Mail aus Drohobych (Ukraine)
Der
ukrainische Staat hat der Caritas Drohobych in Dobrivljany ein ehemaliges Militärgelände in verfallenem Zustand
zur Nutzung überlassen. Dort entsteht nun ein Rehabilitationszentrum für
drogen- und alkoholabhängige Männer und Frauen. Eine kleinere Gruppe von
Kranken lebt und arbeitet bereits dort. Der Bauorden hilft hier bereits seit
2007. In diesem Jahr wurde eine weitere Etage des Wohnheims fertig gestellt.
Nachdem das Haus bisher von sieben Männern und drei Frauen bewohnt wird, sollen
nach Abschluss der Arbeiten insgesamt 20 Personen in dem Wohnheim leben. Zwei
Baucamps haben in diesem Sommer die Arbeit ein gutes Stück voran gebracht.
Anna Kilas
ist Mitarbeiterin der Caritas Drohobych und betreut unsere Baucamps vor Ort. Im
Zeitraum vom 7. Juli bis 3. August fanden in Drohobych zwei vierzehntägige
Baucamps mit insgesamt 17 Freiwilligen aus Deutschland (4), Belgien (4), den Niederlanden
(3), der Ukraine (3), Italien (2) und Polen (1) statt.
Lieber
Bauorden,
es gab keine
Probleme, nur am Anfang einige kleine Probleme mit der Logistik der
Freiwilligen, die wegen der Verspätung des Fluges spät nach Lviv (Lemberg)
kommen. Die erste Gruppe war nicht groß, aber alle haben begeistert gearbeitet.
Während dieser zwei Wochen hat man die Wände im 1. Stockwerk verputzt und
gestrichen. In verschiedenen Zimmern wurden Böden verlegt. Nach der Arbeit
hatten die Freiwillige nationale Abende mit den Liedern und neben dem Feuer. Am
Wochenende und an den Festtagen hatten sie die Rundfahrt nach Truskawets und
Skhhidystja, besuchten Museen, Mineralquelle und waren auch am Fluss. Auf dem
Gelände war der Verantwortliche für die Gruppe, der jeden Tag mit den
Freiwilligen war. Die Freiwilligen
lehren unsere Menschen, wie man selbstlos arbeitet und eigene Ferien für die
Hilfe den anderen verbrauchen kann. Die Freiwilligen lernen wie ukrainische
soziale Institutionen funktionieren, haben unsere Lebensweise beobachtet und
mit ihren einheimischen verglichen.
Auch das zweite Camp ist sehr gelungen.
Die Gruppe war größer und es wurde wieder gut gearbeitet. In der freien Zeit
gab viele Abende neben dem Feuer. An dem Festtag besuchten sie Drohobych und
die Caritas. Am Wochenende waren sie zuerst am Festival des ukrainischen Lieds,
danach in den Bergen am Fluss. Die Freiwilligen hatten guten Kontakt zu den
Bewohnern des Projekts. Sie haben auch zusammen gekocht. Alle haben sich positiv über das durchgeführte
Baucamp geäußert. Für uns sind die
Baucamps eine große Hilfe. Und wir freuen uns, dass man so eine Möglichkeit
hat, die Freiwilligen hier zu empfangen.
Anna Kilas, Drohobych
Baucamp Graz (Österreich)
Im Grazer Stadtteil Grünanger sind sozial schwache
Familien in einfachen Holzbaracken untergebracht. In den letzten Jahren wurden
durch den Bauorden bereits etliche Häuser renoviert, wodurch sich die Wohn- und
Lebensqualität erheblich verbessert hat. Dieses Jahr wurden in einem Baucamp
mit Teilnehmern aus Österreich, Deutschland, Bulgarien und Italien die Arbeiten
in der Grünangersiedlung fortgesetzt. Weitere Renovierungsarbeiten fanden im
Haus Rankengasse der Caritas Graz statt. Dort leben in über 50 Kleinwohnungen
Personen, die einer Sozialbetreuung bedürfen.
„Ich wollte praktische Bauerfahrungen sammeln,
da das in meinem zukünftigen Beruf als Architektin nur von Vorteil sein kann.
Ein Plakat an der Uni hatte mich auf den Bauorden aufmerksam gemacht. In Graz haben wir ein altes Holzhaus saniert.
Aus MDF-Platten und Styropor haben wir zunächst eine Dämmpanelle gebaut und dann an der
Fassade angebracht. In der Rankengasse haben wir die Elektroinstallation (ein Fachmann war dabei!)
erneuert und dazu auch neue Leitungen verlegt. Dann mussten die Wände neu
verputzt und ausgespachtelt werden. Ich habe mich im Bauorden-Team sehr wohl
gefühlt und sehr viel gelernt. In Bezug auf die Arbeit konnte ich vieles selber
ausprobieren. Auf der sozialen Ebene hat mich das Projekt zutiefst berührt,
weil ich mich niemals zuvor in einem
solchen Umfeld aufgehalten hatte. Ich glaube es war in der Siedlung vor allem
für die Menschen wichtig zu sehen, dass es immer noch junge Leute gibt, denen
es nicht egal ist, was mit anderen Menschen passiert. Die Gepräche mit den
Bewohnern haben uns sehr geholfen für eine kurze Zeit in die Welt der „Anderen“
einzutauchen. Wir alle haben davon
profitiert. Die zwei Wochen im Baucamp in Graz waren wirklich
einfach toll, ich hatte viel Spaß und das Baucamp hat mir sehr viel an neuen
Erkenntnissen gebracht. Ich mache das bei Gelegenheit sicher wieder.
Maria
Grigorova (22) Kassel, Architekturstudentin
Ein Platz zum Leben - Burana (Italien)
Die Region Emilia im Norden Italiens war 2012 stark von Erdbeben getroffen. In dem kleinen Ort Burana im Nordwesten der Provinz Ferrara wurden Gebäude zerstört, in denen Priester Don Giorgio Lazzarato und die Comunità di Salvatonica seit einigen Jahren Menschen in Not aufnimmt. Einige der Gebäude, die durch das Erdbeben schwer beschädigt waren, mussten teilweise abgerissen oder umfangreich renoviert werden. Dafür brauchte das Projekt die Hilfe der Freiwilligen. Aus Deutschland waren Stefan (21) aus Moers, Jan (22) aus Waldbronn, Johanna (24) aus Karlsruhe und Adrian (21) aus Göttingen dabei und verstärkten vom 27. Juli bis 10. August ein Helferteam aus Belgien, den Niederlanden und Italien.
„Ich wurde
durch einen Freund auf den Bauorden aufmerksam, der von seinen positiven
Erfahrungen berichtete. Am Bauorden begeisterte mich die Chance andere Länder
so unkompliziert kennenzulernen, und viel besser als bei einem Strandurlaub.
Außerdem tut man gleichzeitig noch etwas Gutes.
An diesem Projekt hat mich die Zahl der internationalen Teilnehmer und
die Art der Arbeit überzeugt. Vor Beginn des Projekts hatte ich wenig Ahnung
was mich erwartet. Als ich dort war, wurde ich sehr positiv überrascht. Der Leiter vor Ort ist ein Priester und
engagiert sich in vielen Aktionen, die das Leben der Menschen vor Ort
verbessern. Ein Gemeindehaus wird für
Jugendliche aufgebaut, Flüchtlinge und Menschen mit leichter Behinderung finden
in seiner Wohnanlage einen Platz zum Leben.
Wir haben
alte Gebäudeteile abgerissen, es gab Instandhaltungsarbeiten rund um das Haus
und den Garten. Bauschutt wurde zur Weiterverwendung aufbereitet, Rohrleitungen
und alte Stromleitungen wurden deinstalliert, das Gemeindehaus renoviert. Ich
habe viele Tricks in Bezug auf effektives Arbeiten auf einer Baustelle gelernt,
die der Projektleiter uns zeigte, da er
immer mitarbeitete.
Nach dem
Frühstück fuhren alle zusammen zur Baustelle. Dort wurde bis zur Mittagszeit
gearbeitet. Es wurde rasch sehr heiß und
die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit haben uns zu einer Siesta
gezwungen. Am späten Nachmittag wurde
dann noch einmal ein paar Stunden bis in den Abend gearbeitet. Die Arbeit wurde sehr gut angeleitet und
war weder zu anspruchsvoll noch zu langweilig. Material stand immer
ausreichend zur Verfügung. Innerhalb der
Gruppe wurde die Arbeit nach Fähigkeiten
aufgeteilt. Es war eine gute Gruppe, niemand
war mit falschen Vorstellungen angereist und die Arbeit war niemanden zu schwer,
jedem gefiel das Projekt. Ein Wochenende haben wir in Venedig verbracht und es
gab eine schöne Bootsfahrt auf dem Po. Die Abende (und Nächte) genossen wir oft
draußen bei Gesellschaftsspielen oder Erzählungen. In Bezug auf Land und Leute
bin ich immer noch beeindruckt von der Herzlichkeit, mit der wir behandelt
wurden.
Ich war mit
diesem Baucamp unheimlich zufrieden, von der Herzlichkeit und Freundlichkeit
der Menschen begeistert und würde es jedem weiter empfehlen. Die internationalen Kontakte, die man zu
den anderen Teilnehmern geknüpft hat, sind eine tolle Erfahrung. Und vielleicht
auch für die Zukunft nützlich, wenn man auf Reisen Leute kennt, die man
besuchen kann. “
Stefan
Rost (21) aus Moers, Physikstudent
„Durch einen
Flyer an meiner Hochschule in Karlsruhe wurde ich auf den Bauorden aufmerksam.
Ich wollte etwas Gutes tun und suchte nach Möglichkeiten für einen günstigen
und aktiven Urlaub. Jetzt kann ich
sagen: Der gute Zweck des Projekts ist
eindeutig und die Erfahrungen mit Land und Leuten waren sehr umfangreich. Die
Arbeit war immer sehr fair aufgeteilt. Das Essen war ausreichend, lecker und
landestypisch. Die Unterkunft, ein
Gemeinschaftsschlafraum, war allerdings ziemlich heiß. Meine Erfahrungen im Baucamp waren sicher viel umfangreicher,
als bei einer normalen Reise. Ich bin sehr zufrieden.
Jan
Schappacher (22) aus Waldbronn, Student Bauingenieurwesen
„Meine
Erfahrungen aus früheren Camps veranlassten mich, auch in diesem Jahr wieder
beim Bauorden anzupacken. Und es war wieder ein gutes Camp. Übrigens hatte
schon meine Mutter früher an einem Baulager teilgenommen. Der Projektträger war
jeden Tag bei der Arbeit dabei und hat tatkräftig mitgeholfen. Dabei hat er uns
immer den aktuellen Stand der Arbeiten, zukünftige Arbeiten und den Hintergrund
der Arbeit informiert. Jeden Tag gab es am Morgen eine Anleitung in
italienisch, die mehr oder weniger gut verstanden wurde. Während der Arbeit
selbst wurden dann bei Bedarf eventuelle Missverständnisse korrigiert.
Arbeitsmaterialien waren jederzeit vorhanden. Für jeden Tag gab es eine
Teilaufgabe, die zu erledigen war.
Am Wochenende
waren wir am Strand und in Venedig. In der Mittagspause wurde geruht und am
Abend Karten gespielt, erzählt und gefeiert. Wir erlebten in Italien eine
unglaublich starke Gastfreundfreundschaft.
Es gibt in Burana noch einiges zu tun, das Projekt ist gut und der
Projektleiter ein herzensguter Mensch, der diese Unterstützung des Bauordens
verdient und gut gebrauchen kann.“
Adrian
Weisskopf (21) aus Göttingen, Student
Ich
hatte zwei unglaubliche Wochen in Burana!!
Vielen Dank, dass ihr das ermöglicht habt. Meine Motivation für ein Baucamp? Ich hatte Lust auf neue
Erfahrungen, hatte Postives über den Bauorden gehört und gelesen. Don Giorgio
hat uns super umsorgt und viele Dinge (nicht nur bauliche) gezeigt. Bei der Arbeit haben Einheimische und
Flüchtlinge mitgearbeitet. Der Projektleiter hat sehr gut delegiert aber
genauso gerne selbst angepackt. Material war vorhanden und wenn etwas fehlte,
haben wir es auf dem Weg zur Arbeit schnell gekauft. In der freien Zeit „zwang“
uns Don Giorgo, mal zur Ruhe zu kommen, das Leben zu genießen. Arbeit ist nicht
das Wichtigste im Leben. Freundschaften knüpfen, Zeit für einander zu haben,
sich zu unterstützen und vor allem jeden zu respektieren. Um das zu begreifen
haben wir erst einmal ein paar Tage gebraucht.
Obwohl wir im Baucamp so verschieden waren (oder gerade weil?), gab es
in der Gruppe keine Schwierigkeiten. Am Wochenende reiste die ganze Gruppe nach
Bologna und übernachtete dort. Am nächsten Tag fuhren wir nach Venedig.
Wunderschön. Abends saßen wir gemeinsam
auf der Terrasse. Wir teilten Musik, Bücher, neue Spiele… Jeder konnte frei
entscheiden, ob er einfach nur dabei sitzen möchte, mitmachen oder sich auch
zurückziehen will. Es machte nicht immer die ganze Gruppe etwas gemeinsam.
Dazu waren wir mit zwölf Leuten einfach zu viel. Aber es ist keiner alleine
gewesen.
Wir schliefen
in Mehrbettzimmern, ähnlich wie in einer Jugendherberge, nach Geschlechtern
getrennt. Gemütliche Matratzen. Gegessen wurde immer mit der ganzen
Hausbelegschaft, also alle Bewohner, Mitarbeiter und Volunteers. Das Essen war
üppig, sehr lecker und selbst gemacht. Wir bekamen jeden Tag ein leckeres
Gelato und zwischendurch bei der Arbeit immer wieder eiskalte Getränke. Wenn
wir etwas brauchten, wurde es besorgt. Die
Arbeit war gut und wichtig; aber ich habe auch gelernt
abzuschalten, mal einen Gang runter zufahren. Das Camp war auch eine
Begegnung mit Christentum: Teilen und materielle Dinge mal zu vernachlässigen. Ich will zurück nach Burana; aber zuvor werde ich nächstes
Jahr ein Baucamp in Osteuropa ausprobieren.
Johanna Brand
(24) aus Karlsruhe
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